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Regen

wenn das herz noch schneller schlägt

Manchmal kriecht sie in mir hoch, diese Angst vor der Zeit. Weil sie so schnell wegläuft, hastig und unaufhaltsam. Manchmal versuche ich sie aufzuhalten, klammer mich mit all meiner Kraft an ihr fest, beschwöre die Zeiger, oder schließe die Augen, wünsche mich da hin, wo es sie gar nicht gibt – die Zeit. Aber sie ist allgegenwärtig auch im Schlaf, auch im Traum. Und dann wache ich auf und sie ist einfach weiter gegangen. Ohne mich. Und so schnell, wie ich nach dem Aufwachen meine Träume vergesse, so schnell hat sie wohl auch meine Bitte vergessen.

Mach doch ein bisschen langsamer. Lass die Tage nicht so an mir vorbei gleiten. Heute hier morgen da und diese kleinen Ewigkeiten dazwischen. Die will ich behalten. Die kann sie mir nicht nehmen. Die sollen ihre Kreise ziehen. Momente die nicht einfach nur untergehen, als wären sie nie da gewesen. Unspektakulär, ohne Sinn oder nur für den, dass sie sich da untem am Grund in einen riesen Haufen Sperrmüll verwandeln. Den keiner mehr braucht – weggeworfen, untergegangen. Vielleicht müssen wir selber ab und zu untertauchen. Auch nur wenn es dafür gut ist den eigenen Herzschlag mal wieder ganz deutlich schlagen zu hören. Das tut es nämlich, unser Herz…mit jeder Sekunder im Takt der Zeit.

Und weil es so gut passt gibt es jetzt ne Runde Olli Schulz.

„Selbstgespräch unter vier Augen, nur die Wahrheit und der Glauben, dass es alles besser geht, wenn das Herz noch schneller schlägt“

Das Artikelbild habe ich in Podgorica – Montenegro geschossen. Meinen Reisebericht dazu findet ihr hier.

Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus

miabuehler_05

Wo bist du gewesen?
Warum bist du so kalt?
Möchtest du nicht reden?
Welche Farbe hat dein Frosch im Hals?
Draußen heult der Regen, nur Schweigen füllt den Raum

– Enno Bunger –

Du hast mir gefehlt! Und du fehlst mir schon wieder – aber du bist da…wie das Geräusch der Wassertropfen….wie sie laut auf mich einprassen und ich mehr als ein mal fragen muss „hääää, waaas, wieee?“ und wir uns doch einfach verstehen…genau so! Unverhofft kommt oft – oder „ganz spontan sind wir am besten“. Und so zog es uns nach einem Jahr Pause vor die Tür. Und weil das nicht genug war – ab unter den kleinen Wasserfall auf dem Spielplatz nebenan.

Die Rede ist übrigens von Nina Stiller – die eine, wie keine! Hier gibt’s heute eine kleine Fotoserie:
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